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Zwischen Unsinn und Ruhe

Viele verbinden Entspannung mit Stille, Ordnung und einer gewissen Feierlichkeit. Kerzen, tiefer Atem, möglichst wenig Reiz. Und ja, das kann funktionieren. Aber ich erlebe immer wieder etwas anderes. Manchmal wird der Kopf nicht dann ruhig, wenn alles still ist, sondern wenn etwas so schräg und überzogen ist, dass der innere Ernst kurz den Halt verliert. Genau dort liegt diese seltsame Zone zwischen Unsinn und Ruhe.

In meinen schrägen Welten interessieren mich keine perfekt würdevollen Erholungsmomente. Mich reizen ein Fisch mit Wanderschuhen, ein leicht überforderter Drache beim Picknick oder ein Frosch, der sich für unfassbar elegant hält. Das ist kein Selbstzweck. Diese Motive schaffen eine Gegenwelt. Und diese Gegenwelt kann beruhigen, weil sie dem Alltag für einen Moment den Druck nimmt.

Ruhe muss nicht feierlich sein

Beim Ausmalen passiert etwas sehr Einfaches und sehr Konkretes. Du wählst eine Farbe, füllst eine Fläche, schaust kurz, machst weiter. Die Hände haben zu tun, der Kopf bekommt eine klare Aufgabe. Wenn das Motiv dann auch noch angenehm absurd ist, entsteht eine besondere Mischung. Nicht steril, nicht leer, sondern lebendig und trotzdem ruhig.

Ich glaube sogar, dass der ernste Blick auf Entspannung viele zusätzlich unter Druck setzt. Man soll es richtig machen, still sein, bei sich sein, am besten noch mit der passenden Haltung. Ein schräger Vogel mit Zylinder nimmt diesen Anspruch raus. Niemand erwartet von dir spirituelle Erleuchtung, wenn du ihm eine knallrote Weste malst. Du darfst einfach Farbe in etwas Verrücktes bringen. Mehr nicht.

Was der Unsinn im Kopf verändert

Ein absurd komisches Motiv ist weit genug weg vom Alltag, um dich nicht ständig an To do Listen oder offene Gespräche zu erinnern. Das Gehirn stolpert kurz über die Szene und denkt, was ist das denn bitte. Genau in diesem kleinen Stolpern entsteht Abstand. Und Abstand ist oft alles, was fehlt.

Der Unsinn fordert keine Lösung, keine Entscheidung, keine Effizienz. Er ist einfach da mit seiner eigenen merkwürdigen Logik. Für viele Erwachsene ist das fast schon ungewohnt. Wir sind es so gewohnt, sinnvoll und nützlich zu denken, dass ein Raum ohne Zweck plötzlich befreiend wirkt. Nicht kindisch, sondern ausgleichend.

Gerade in einer Zeit voller digitaler Dauerreize entsteht beim analogen Ausmalen etwas Seltenes. Keine Pop ups, keine Kommentare, kein Vergleich. Wenn das Bild dann auch noch Humor besitzt, fühlt sich diese Pause nicht trocken an. Sie hat Charakter, aber keinen Druck.

Zwischen Reizüberflutung und Leere

Nicht jeder kommt herunter, wenn alles neutral und bedeutungslos gestaltet ist. Manche werden davon eher unruhig. Andere kippen bei zu viel Reiz sofort in Überforderung. Dazwischen liegt für mich ein spannender Bereich. Eine Beschäftigung mit Eigenart, aber ohne Lärm. Genau dort bewegen sich meine schrägen Welten.

Sie sind nicht beliebig verrückt. Auch das Schräge braucht eine innere Ordnung, sonst wird es hektisch. Wenn Unsinn und Konzentration nebeneinander stehen dürfen, entsteht etwas, das ich als echte Pause empfinde. Du bist fokussiert, aber nicht verkrampft. Du bist beschäftigt, aber musst nichts leisten.

Und vielleicht ist das der wichtigste Punkt dieser Woche. Ruhe entsteht nicht nur im Stillen. Manchmal sitzt sie in einem Krokodil in der Badewanne, das sich für unfassbar elegant hält. Wenn du magst, bleibst du einen Moment dort. Zwischen Unsinn und Ruhe ist es erstaunlich friedlich.

Wenn du mehr zu diesem Thema erfahren möchtest, dann höre gerne in meinen Podcast "Kopfpause mit Schrägstrich" rein. Du findest ihn bei den bekannten Podcast-Streaming-Diensten.

Hinweis: Der folgende Text wurde mit Hilfe von KI-Werkzeugen erstellt.

 
 
 

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