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Sonntage, an denen man nichts Großes will

Es gibt diese Sonntage, an denen man weder Pläne noch Ehrgeiz hat. Man ist nicht unglücklich, aber auch nicht tatendurstig. Und trotzdem meldet sich irgendwo im Hinterkopf die Stimme, man müsste den Tag doch sinnvoll nutzen. Genau solche Sonntage meine ich.

Gerade wenn ich über Jahreszeiten, Alltag und kleine Anlässe nachdenke, fallen mir diese unspektakulären Tage auf. Sie sind kein Highlight, kein Kurzurlaub im Kleinen. Sie sind einfach da. Ein bisschen müde, ein bisschen formlos. Und vielleicht ist genau das ihr Wert.

Wir sind es gewohnt, selbst Freizeit zu optimieren. Der Spaziergang soll den Kopf freimachen, das Kochen besonders bewusst sein, das Lesen bilden. Selbst Erholung bekommt schnell eine Aufgabe. Aber an Sonntagen, an denen man nichts Großes will, passt das nicht. Da braucht es nichts, das nach Selbstverbesserung aussieht. Eher eine kleine Beschäftigung, die mitläuft. Ohne Anspruch, ohne Ziel.

Vielleicht kochst du dir einen Tee und trinkst ihn einfach. Vielleicht sitzt du auf dem Sofa, blätterst ein paar Seiten, legst das Buch wieder weg. Fenster auf, Fenster zu. Ein bisschen vor dich hinräumen. Nichts davon muss gelingen. Es begleitet nur.

Ich merke immer wieder, wie gut Ausmalen in genau diese Lücke passt. Nicht als großes Hobby, das man ernsthaft betreiben muss, sondern als leise Beschäftigung. Du schlägst ein Motiv auf, nimmst ein paar Stifte und fängst irgendwo an. Es gibt kein leeres Blatt, das dich herausfordert, und keine Pflicht, etwas fertig zu machen. Zehn Minuten reichen. Oder eine Stunde. Oder nur ein halbes Bild.

Was daran so beruhigend ist, lässt sich schwer erklären. Vielleicht ist es die Wiederholung. Fläche für Fläche, Linie für Linie. Der Kopf hat etwas zu tun, aber nichts Dringendes. Man sitzt nicht vor endlosen Möglichkeiten, sondern vor einer Seite, ein paar Farben, einem kleinen Ausschnitt des Tages. Diese Begrenzung tut gut.

Nicht jeder Sonntag ist lichtdurchflutet und inspirierend. Manche bestehen aus Müdigkeit, ein bisschen Unordnung und dem Wunsch, dass bitte niemand noch etwas von einem will. Ich finde, auch diese Tage verdienen Nachsicht. Sie sind nicht misslungen, nur weil sie nicht instagrammable sind.

Vielleicht bleibt am Ende nur ein halb ausgemaltes Motiv. Vielleicht ist sonst nicht viel passiert. Aber der Tag musste nichts beweisen. Er durfte einfach vergehen. Und manchmal ist genau das der kleine Anlass, den es braucht.

Wenn du mehr zu diesem Thema erfahren möchtest, dann höre gerne in meinen Podcast "Kopfpause mit Schrägstrich" rein. Du findest ihn bei den bekannten Podcast-Streaming-Diensten.

Hinweis: Der folgende Text wurde mit Hilfe von KI-Werkzeugen erstellt.

 
 
 

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